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Eingangsstufe - seit wann ?

Hessen ging 1968 als erstes Bundesland mit dem Schulversuch "Eingangsstufe" neue Wege, den Vorschulbereich neu zu gestalten. Begründet wurde dieser Schulversuch damit, dass der Schuleintritt mit dem vollendeten sechsten Lebensjahr zu spät erschien, um allen Kindern gleiche Chancen für den Bildungsweg zu eröffnen. Diese Chancen gelten seit 1972 auch in Lehnerz

Was möchte die Eingangsstufe erreichen ?

Die Kinder werden mit bereits fünf Jahren eingeschult und verbleiben zwei Jahre in der Eingangsstufe. Diese Zeit wird intensiv genutzt, um:

·        die geistige, soziale und kreative Entwicklung der Kinder frühzeitig zu fördern

·        umweltbedingte Startnachteile durch individuelle Förderung zumindest teilweise auszugleichen

·        den Bruch zwischen Kindergarten und Schule zu vermeiden, in dem die Kinder langsam in das schulische Lernen hineinwachsen

·        mit Zeit und Ruhe in das Lernen des Schulalltags einzusteigen

Die Lernziele der zwei Eingangsstufenjahre entsprechen denen des regulären ersten Schuljahres. Durch die unterschiedlichen Arbeitsformen können die Kinder intensiv in die Themen einsteigen .
Es bedeutet jedoch nicht, dass die Lerninhalte der ersten Klasse um ein Jahr vorverlegt werden. Im ersten Eingangsstufenjahr liegt der Schwerpunkt auf dem Spiel, der Entwicklung von Arbeitshaltung, Arbeitstechniken und sozialen Verhaltens-weisen.

Mehr und mehr werden Lesen, Schreiben und Rechnen zu den zentralen Inhalten bis in das zweite Eingangsstufenjahr.

Die Eingangsstufe an der Grundschule Lehnerz

An der Grundschule Lehnerz existiert die Eingangsstufe seit 1972.
Im Rahmen verlässlicher Öffnungszeiten sind die Kinder von 8.00 Uhr bis 11.30 Uhr in der Schule. In dieser Zeit werden sie in enger Zusammenarbeit von einer Lehrerin und einer Sozialpädagogin (größter Teil in Doppelbesetzung) in gut ausgestatteten und schön gestalteten Räumen unterrichtet.

Der Tagesrhythmus eines Schulvormittages orientiert sich an den Bedürfnissen und dem Entwicklungsstand der Kinder, wobei Freies Spiel und Arbeitsphasen sich abwechseln. Der fließende Übergang von Spiel- und Arbeitsphasen erleichtert den Kindern den Start in die Schule

 

Die Kinder haben Zeit, ihre neue Umgebung kennen zu lernen und Kontakt zu ihren Mitschülerinnen und Mitschülern aufzunehmen

 

Mit modernen Materialien und Unterrichtsformen (Freie Arbeit / Wochenplan und Projektorientierung) werden die Kinder zum selbständigen  und eigenverant-wortlichen Lernen geführt. Die Rhythmisierung und die offenen Arbeitssituation geben Zeit und Raum für eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler.

 

Ein weiterer und wichtiger Schwerpunkt der Eingangsstufe liegt in der Förderung von Kreativität. Singen, Musizieren, Tanzen, Malen und Basteln tragen zur Entwicklung der musischen und künstlerischen Ausdrucksfähigkeit der Kinder bei.

 

Die Eingangsstufe ist ein optimaler Schulbeginn für alle Kinder