Von der Grundschule zur weiterführenden
Schule
Sie
stehen vor der Entscheidung, Ihr Kind nach der Grundschule
auf eine weiterführende Schule schicken zu müssen?
Vielleicht können wir Ihnen bei dieser manchmal doch
schwierigen Entscheidung ein wenig helfen.
Für ein Gymnasium geeignet ist Ihr Kind in der Regel dann,
wenn seine Leistungen in der Grundschule mit den Noten 1
oder 2 bewertet wurden. Dies gilt insbesondere für die
Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht.
Mit dem Abitur erwirbt Ihr Kind die Allgemeine
Hochschulreife.
Das Bildungsziel der Realschule ist die Mittlere Reife,
also der Abschluss nach Klasse 10. Damit erwirbt Ihr Kind
die Qualifikation für Berufe mit erhöhtem Anspruch im
Handwerk, im Handel, in der Industrie oder bei Behörden und
Verwaltungen.
Weiter steht ihm damit auch der Übergang in weiterführende
Schulen (Berufliches Gymnasium, Fachoberschule, Fachschule
und traditionelles Gymnasium) offen.
Das Hessische Schulgesetz sagt zwar im §77
"Die Wahl des Bildungsganges nach dem Besuch der
Grundschule oder der Förderstufe ist Sache der
Eltern." doch
sollten Sie auch bei einer Entscheidung
folgende Eignungskriterien beachten, denn das Hessische
Schulgesetz sagt auch:
"Der Besuch eines weiterführenden Bildungsganges setzt
Eignung voraus."
Zu
diesen wichtigen Eignungskriterien gehören: Leistungsstand,
Arbeitshaltung und Lernentwicklung.
Gegebenenfalls kann auch das Urteil der Klassenkonferenz
ein wichtiges Eignungskriterium sein.
Für die Realschule geeignet ist Ihr Kind in der Regel dann,
wenn seine Leistungen im Bereich der Noten 2 und 3 liegen.
Weitere wichtige Bausteine für die Eignung sind
Lernbereitschaft, Fleiß, Konzentration, Mitarbeit,
Denkvermögen, Interessen, Sorgfalt und Ordnung, Kooperation
und Sozialverhalten.
Zu den Erwartungen, die wir als Realschule an die
Erziehungsberechtigten stellen, gehören:
Begleitung der Schularbeit, Sensibilität und
Erziehungsbereitschaft!
Treffen Sie bitte eine schülerbezogene Entscheidung!
Sollte Ihr Kind in den Fächern Deutsch, Mathematik und
Sachunterricht ausreichende und mangelhafte Leistungen
zeigen, sollten Sie es unbedingt zur Hauptschule schicken.
Wir wissen, dass Eltern nur das Beste für ihr Kind wollen.
Doch genau dadurch werden viele Kinder, die trotz
schlechter Leistungen in der Grundschule zur Realschule
oder gar zum Gymnasium geschickt werden, überfordert.
Schulangst ist nicht selten die Folge.
Und Kinder sollen doch auch Freude an der Schule und am
Lernen haben! Nicht wahr?